AUSWEG Forumsfrischling
Anmeldungsdatum: 18.09.2009 Beiträge: 2 Wohnort: Bonn
|
Verfasst am: 22.06.2010, 14:43 Titel: Kahnutour an der Lahn 3.-6.6.10 |
|
|
Kanutour auf der Lahn vom 3.6.-6.6.2010
Am Donnerstag, dem 03.06.2010, war es wieder soweit: 2 Busse, 14 Leute, 1 Anhänger und 7 Boote machten sich von Bonn aus auf den Weg zur Lahn. Nach gemütlicher Fahrt kamen wir dort in Runkel an, einem kleinen, etwas verschlafenen Nest mit mittelalterlicher Burg und einer Eisdiele (das sind die beiden Attraktionen) direkt an der Lahn. Auf dem Campingplatz bezogen wir ein riesengroßes Tippizelt, worin 12 Personen problemlos übernachten können. Bei schlechtem Wetter besteht die Möglichkeit, im Zelt zu kochen, und, weil die Nächte doch frisch waren, haben wir mitten im Zelt die ganze Nacht ein Feuer brennen lassen.
Also Indianerfeeling pur. Da der Donnerstag ein Feiertag war und der darauffolgende Freitag ein „Brückentag“, den man nun einmal gerne freinimmt, suchten auch ungefähr 150 andere Leute auf dem Campingplatz dieses Indianerfeeling, z. T. mit reichlich Bierkästen und Bierfässchen ausgerüstet.
Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, in dieser bunt zusammengewürfelten Mischung aus Ehemaligen, noch in Therapie Befindlichen und Angehörigen von Süchtigen einige schöne gemeinsame Tage zu verbringen. Der einzige Anspruch war: Cleansein und Cleanbleiben. Es gab weder hohe sportliche Ansprüche noch großartige päda-gogische, gruppendynamische oder sonstige Ansprüche.
Trotzdem – oder gerade deshalb – haben wir zusammen einige Supertage erlebt. Dazu beigetragen hat natürlich, dass das Wetter extrem gut war und wir von Donnerstag bis Sonntag den totalen Sonnenschein und Temperaturen bis 30 Grad hatten: Ideales Wetter, um im und am Wasser Urlaub zu machen. Die Lahn ist Naturschutzgebiet und immerhin so sauber, dass man bedenkenlos darin schwimmen kann. Das wurde auch reichlich genutzt, wobei einige, besonders Mutige auch dem Brauch der einheimischen Bevölkerung des Brückenspringens (Höhe immerhin 7 -8 Meter) nacheiferten. Mit einem Salto rückwärts hat sich Torsten im Lahntal sicher unsterblich gemacht.
Donnerstagnachmittag gab es dann die erste kleine Tour von circa 10 Kilometern zum Eingewöhnen. Am nächsten Tag dann eine leichte Steigerung auf 20 Kilometer von Weilburg (mit dem einzigen Schiffstunnel Deutschlands) bis Aumenau, wobei ungefähr die Hälfte der Truppe freiwillig, ohne Zwang, ganz aus eigenem Willen nochmal 10 Kilometer drauflegte, bis wir wieder in Runkel ankamen. Immerhin ein Tagespensum von 30 Kilometern, was ich höchst beachtlich finde. Am Samstag dann ein weiterer Abschnitt von Runkel bis Dietz, wobei circa 20 Kilometer locker bewältigt wurden. Auch hier wollte die ganze Gruppe noch einmal nachlegen und entschied spontan, über Dietz hinaus noch einmal 5 Kilometer weiter bis Balduinstein zu fahren. Dann waren aber auch der Ergeiz, die Kraft und die Kondition am Ende.
Sonntag dann ausschlafen, zusammenpacken und nachmittags waren wir dann alle wieder wohlbehalten, gut gelaunt, leicht gebräunt, bzw. gerötet, wieder in Bonn.
Als Organisator der Tour kann ich nur sagen: Tolle Truppe, es hat super Spaß gemacht und die Stimmung in unserem Zelt war mindestens in den anderen Zelten, wo jedoch massiv mit Alkohol nachgeholfen werden musste ( bis hin zu Krach mit der Security und Platzverweisen). Aber auch das ist Realität und auch damit muss jeder lernen umzugehen.
Viele Fotos unter: www.adaption-ausweg.de und dann in die :Fotogalerie
...und tschüß bis zum nächsten Jahr
Gregor Göb.
Leiter des Bonner Adaptions- und Nachsorgezentrums „ AUSWEG“ _________________ Wir sind eine Einrichtung der med. Reha, die regelmäßig Kanutouren für Ehemalige veranstaltet. |
|