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Suchtselbsthilfe-Netzwerk.de Dieses Forum wendet sich an ehemals Suchtmittelabhängige, Interessierte und Freunde des Netzwerk www.gesundheit-sport-erlebnis.de. Es wurde erstellt inZusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe www.proVita-koeln.de und dem Reha-Zentrum "Franzstr."SKM Köln
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Fritz Papenbrock Forumsanfänger
Anmeldungsdatum: 18.12.2005 Beiträge: 12
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Verfasst am: 25.01.2006, 18:37 Titel: Rückfall - ein Tabu? |
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Rückfall-ein Tabu für die Selbsthilfe?
...ich weiß sonst die Stille zu diesem Forum nicht zu erklären, bisher kein Eintrag dazu.
Aber vielleicht ist es auch so, dass das Thema für manchen in der Gruppe, der clean ist, ein zu großes Risiko darstellt, eine Gefahr für sich selbst und den Bestand der Gruppe.
Deshalb möchte ich hier ein Angebot machen, wie wir es schon vor einiger Zeit mit Pro Vita vereinbart haben: Im Falle eines ernsten Rückfalls wendet sich der/die Betroffene oder die Gruppe an einen "Profi" z.B. des Reha-Zentrums, der dann in einem solchen Fall seine und die Ressourcen der Drogenhilfe wie Krisenintervention, Vermittlung in Entgiftung bis hin zur Therapie hilfreich einbringen kann. So kann die Gruppe ab einen bestimmten Punkt in Ruhe weiterarbeiten ohne das Gefühl zu haben, jemanden fallen zu lassen oder sich permanent nur ums Thema "Rückfall" zu drehen. Also besser frühzeitig die Reißleine ziehen als wieder ganz abzustürzen. Fritz Papenbrock
Kontakt: Tel. 0221-940650 oder reha-zentrum@skm-koeln.de |
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Stefan Forumsfrischling
Anmeldungsdatum: 12.08.2006 Beiträge: 4 Wohnort: Rurdorf
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Verfasst am: 15.08.2006, 00:40 Titel: Rückfall darf kein Tabu sein ! |
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Ich finde das man wenn man einen Rückfall gebaut hat sollte man ihn diereckt auf machen ( beim Lebenspartner oder in der Selbshilfegruppe ), denn das schützt vor noch größerm Schaden. Weil man dann über den Rückfall spricht und sich selbst auch druck nimmt, man hat auch die möglichkeit für sich heraus zu finden woran es gelegen hat wie es zu dem Rückfall kam. Es ist wichtig heraus zu finden an welchen Punkt man nicht auf sich selbst aufgepasst hat, dann weiß man bei der nächsten gleichen Situation wie man zu reagieren hat! Oft bemerkt man es selbst nicht wann der Rückfall anfängt, denn der Rückfall ist ein schleichender Prozeß und nur Außenstehende fällt es oft auf wenn man in alte Verhaltensmuster zurück fällt. Denn darum sollte man immer darauf hören was einem die Frau oder Mann aber auch die Freunde in der Selbsthilfegruppe sagen, diese Menschen kennen einen und wollen helfen nicht verurteilen wenn Sie sagen " hör mal was ist los bei Dir? irgendwas Stimmt nicht bei Dir? " oft wird man dann voher wach bevor was passieren kann! Ich schreibe aus Erfahrung.
Gruß Stefan |
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markus Gast
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Verfasst am: 16.08.2006, 01:10 Titel: |
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Ja Stefan, du hast Recht. Es gibt nichts besseres als sein Rückfall offen zumachen.
Es ist aber auch schwerer ein Rückschlag und es zugeben, fällt schwer, den wer ist freiwillig ein "looser".
Ich weiss nicht, was ich machen würde. In den letzten 6 Jahren clean sein, habe ich eine steile Karriere hinter mir gebracht. Wenn ich rückfällig wäre, dann ist meine aufgebaute Zukunft dahin. Sie ist irreperabel und was dann? Wenn es passieren würde, müsste ich wieder etwas neues aufbauen. In diesem Moment denke ich, dass es besser wäre, wenn ich es niemanden sagen würde. Denn ich weiß nicht, was dann passiert. Ich war noch nie Rückfällig und habe wahnsinnige Ängste davor. Die Leute, die bereits damit Erfahrung haben, sind mir da ein Schritt vorraus.
Kann es sein, dass wir nach einer Therapie darauf konditioniert sind, wieder ins cleane Leben zurück zugehen? Jemand sagte einmal zu mir sinngemäß, "wenn du Rückfällig bist, dann denkst immer an Therapie oder ans cleane Leben." Also, dann muss ich mich nur noch entscheiden oder was?
Ich wollte mit einem Freund, der mit Alkohol Probleme hat, seinen letzten Rückfall besprechen, aber der hat nicht zugehört. Er hat keine Therapie gemacht. Ich habe versucht ihm zu erklären, was du gesagt hast, Stefan, leider wollte er es nicht hören.
Dein Statement, Stefan, hat hier gefehlt und ich bin überzeugt, dass es jemanden helfen wird. |
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Stefan Forumsfrischling
Anmeldungsdatum: 12.08.2006 Beiträge: 4 Wohnort: Rurdorf
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Verfasst am: 17.08.2006, 14:03 Titel: |
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Hey Markus!
Ich glaube jeder hat von uns Angst vor einem Rückfall. Es ist aber nicht gesagt das jeder Rückfall gleich ist. In dem Moment in dem ich den Rückfall nicht auf mache laße ich den Rückfall auch zu und so wird die Sucht doch wieder zum Selbsläufer, denn wenn ich den Rückfall auf mache gebe ich mir eine Chance damit zu arbeiten um der Sache auf den Grund zu gehen und so , finde ich, gebe ich der Sucht keine Macht. Ich schreibe das, weil ich die Erfahrung so gemacht habe und trotz dem das der Kampf gegen die Sucht im Moment für mich echt schwer ist habe ich meine Ziele für die Zukunft nicht aus den Augen verloren.
Gruß Stefan |
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