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Ehemals Drogenabhängig und Alkohol....geht das ?

 
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Jörg
Site Admin


Anmeldungsdatum: 16.12.2005
Beiträge: 103
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 03.01.2006, 22:27    Titel: Ehemals Drogenabhängig und Alkohol....geht das ? Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich wollte mit diesem Thread eine kleine Diskussion zum Thema Alkoholkonsum für Exuser anleiern.
Ich hab diesen Thread mal unter der Rubrik "die alten cleanen" gepackt. Natürlich richtet sich dieser Thread an jeden der clean ist, egal wie lange.

Mich interessieren eure Meinungen, eure Erfahrungen zu dem Thema. Ich selbst bin jetzt etwa 6 Jahre clean. Für mich war am Anfang meines cleanseins völlig klar das ich mein Leben lang auf Alkohol verzichten werde/muss. Trotzdem trinke ich nun seit etwa 1,5 Jahren wieder Alkohol. Nicht viel und wenn es das gibt in einem normalen Maß. Wobei das Wort normal in diesem zusammenhang eigentlich schon diskussionswürdig ist...
...aber warum hab ich das getan ? warum hab ich mich eines Tages dazu entschieden ? ich hätte doch alles wieder verlieren können was ich mir aufgebaut habe...
Die Entscheidung war natürlich für mich auch nicht leicht. Ich hatte etwa ein dreiviertel Jahr lang mit Freunden, Bekannten die mich und meine Suchtgeschichte kannten darüber geredet. Auch in der Selbsthilfegruppe in der ich war (Provita www.provita-koeln.de), war es Thema.
Das Thema wurde für mich immer relevanter umso länger meine aktive Drogenzeit zurücklag. Ich fühlte mich so langsam nicht mehr wie ein Exjunky. Ich fing an ein ganz normales Leben zu führen. Ohne Suchtdruck oder sonstige Gedanken an die Droge (zumindest zu 99,9 %). Wenn Druck kam, dann vom Job, von Beziehungen, usw. Aber auch dieser Druck hat in mir nicht mehr das Gefühl verursacht jetzt unbedingt Drogen dagegen nehmen zu müssen. Wenn ich mir in solchen Situationen mal künstlich vorgestellt habe jetzt Drogen zu nehmen ist mir innerlich das Kotzen gekommen, verbunden mit der fühlbaren Gewissheit das das meine Situation auch auf kurze momentane Sicht nur verschlechtert hätte. Kurzum...ich hatte mich den Drogen immer weiter entfernt gefühlt.
Irgendwann hab ich mich dann für den Alkohol entschieden. Zuerst war das alles sehr vorsichtig und kontrolliert. Irgendwann hab ich die Kontrolle etwas zurückgenommen weil ich gemerkt habe ups...du hast immer noch keine Nadel im Arm...obwohl du Alkohol getrunken hat. Von da an wurde mein Alkoholkonsum etwas mehr, es war als ob ich ein "neues" Spielzeug entdeckt hätte. Irgendwann kam ich an einen Punkt an dem das Spielzeug wieder langweilig wurde. Von da an hab ich auch eine Bedrohung durch den Alkohol verspürt. Erst an diesem Punkt musste ich mich eigentlich entscheiden wies weitergeht. Weitere "Spielzeuge" holen damit es nicht langweilig wird oder aber das langweilig gewordenen Spielzeug Alkohol akzeptieren und entweder koplett ins Eck stellen oder eben nur ab und zu mal rausholen.
Hätte ich vor meiner Entscheidung Alkohol zu trinken gewusst das ich an so einen Punkt komme hätte ich mich wahrscheinlich dagegen entschieden. Als ich mich nämlich für den Alkohol entschieden habe war ich der irrtümlichen Ansicht das alles ganz einfach und sicher und ohne Gefahr ablaufen würde.
Letzendlich habe ich das Spielzeug in eine Ecke gestellt und hole es jetzt manchmal raus. Ich finde das auch ein gutes Stück Lebensqualität....aber wie gesagt es hätte auch anders laufen können. Mir ist schon bewusst geworden das es auch hätte anders laufen können.
Inzwischen mach ich mir keine Sorgen mehr über meinen Alkoholkonsum. Ich achte eigentlich fast nie mehr darauf, und wenn dann sind es solche Situationen in denen mir ein Kumpel ein Bier anbietet und ich ihn sagen kann : " Ne ich hab keinen Bock auf ein Bier". Diese Momente kann ich manchmal wirklich noch genießen...

Persönlich bin ich der Meinung das irgendwann jeder Exuser mal an den Punkt kommt wo er sich mit diesem Thema auseinandersetzen muss. Ich denke auch das es da keinen goldenen Weg gibt. Letzendlich muss es jeder für sich entscheiden. Nur würde ich keinem raten diese Entscheidung allzu früh im cleanen Leben zu treffen. Ich denke das man sich wirklich erstmal wieder was aufbauen muss und das auch nüchtern tun muss bevor man sich dieser Frage stellt...

So und jetzt interessieren mich mal eure Meinungen dazu
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markus
Gast





BeitragVerfasst am: 04.01.2006, 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

zuerst will ich hier festhalten, dass ich niemanden verurteile oder ablehne oder so ähnlich, nur weil jemand wieder Alkohol trinkt oder kifft.

Ich lebe seit fast fünf Jahren drogenfrei. Ich hatte einen viermonatigen Rückfall, kurz nach meinen ersten Versuch clean zu werden.

@Jörg

Ich habe da noch ein paar Fragen an Dich, dass hilft mir ein Bild über dieses Thema zuerstellen, weil ich seit geraumer Zeit hin und wieder mich damit beschäftige:

Nicht viel und wenn es das gibt in einem normalen Maß

Was heißt das in Mengen ?
Warst du schon mal wieder betrunken?

Wie biste mit dem Rausch zurecht gekommen?
Bei meinen letzten Rückfall hatte ich zunächst mit Alkohol begonnen, aber der Rausch hat mich nicht befriedigt, deshalb bin ich weiter gegangen.

Wie hast du den Konsum kontrolliert?
Zu welcher Angelegenheit holst du das Spielzeug wieder raus? Wann benutz du es?

Mein neues Leben finde ich richtig toll. Sicherlich gibt es viele Schwierigkeiten, aber bisher waren das keine die mich in Suchtdruck versetzten. Na ja, zumindest seit mind. 2 Jahren nicht mehr. Noch vor drei Jahren, habe ich nasse Hände und Gänsehaut bekommen, wenn ich thematisch mit Drogen in Kontakt kam. Irgendwann hat es aufgehört und irgendwann habe ich mich auch gefragt, soll ich oder soll ich nicht Alkohol trinken? Für meine Abiturfeier habe ich mir die Option offen gehalten, das war vorletztes Jahr. Ich habe kein Alkohol getrunken, weil ich viel zu viel Angst habe, alles zu verlieren. Im Mai 05 habe ich mein erstes alkoholfreies Bier getrunken, selbst davon habe ich etwas gespürt oder ich bilde mir das nur ein. Außer das Gefühl, hat mein Schulterbereich sich verkrampft, so dass es weh tat, leicht nur. Am nächsten Tag kribbelte es in meinem Bauch, schon intensiv und meine Gedanken kreisten, um ob ich nicht wieder eine Flasche trinken soll. Erst nachdem ich mich deutlich dagegen entschieden habe, waren alle Symptome weg. Ab diesem Zeitpunkt wußte ich, dass ich immer noch riesige Ängste davor habe, vielleicht sogar bin ich etwas neurotisch, aber egal, wenn´s hilft. Ich muss noch erwähnen, dass ich exessiv Alkohol vermieden habe. Ich habe jede Inhaltsstoffangabe durchsucht, im Restaurant nachgefragt und so weiter und heute auch noch.
Es ist mir bewußt, dass diese Haltung ein Trugschluß sein kann, den die Gefahr von den anderen Suchtstoffen vereinnahmt zu werden ist auch noch da. Ich habe weitesgehnst auch von meinen "Kifferfreunden" Abstand genommen, da ich mich gefragt habe, wie es denn wäre, wenn....
Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, erstmal bis zu Examen nichts, dann weiter sehen (Klassiker!). Im Sommer sehne ich mich machmal danach oder manchmal will ich nur den Geschmack schmecken, aber bis zu Examen vergehen mind. 3 Jahre und bis dahin habe ich viel zu tun.

@Jörg
Ich bin froh, dass du es geschrieben hast, dass du dir ein Stück Lebensqualität wieder geholt hast, so sehe ich es auch, das mit der Lebensqualität.


Persönlich bin ich der Meinung das irgendwann jeder Exuser mal an den Punkt kommt wo er sich mit diesem Thema auseinandersetzen muss. Ich denke auch das es da keinen goldenen Weg gibt. Letzendlich muss es jeder für sich entscheiden. Nur würde ich keinem raten diese Entscheidung allzu früh im cleanen Leben zu treffen. Ich denke das man sich wirklich erstmal wieder was aufbauen muss und das auch nüchtern tun muss bevor man sich dieser Frage stellt...

Hey, ganz meine Haltung Exclamation
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Silke
Forumsfrischling


Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 2
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr lieben!!!

Das Thema über Alkohol finde ich sehr gut, weil es grade auch wieder auf Karnevall zugeht.
Ich bin derzeit noch im Betreuten Wohnen aber auch schon seit bald drei Jahren clean. Und auch solz darauf, was ich bisher erreicht und geschafft habe.
Alkohol ist auch ein sehr großes Thema für mich. Ich hab zwar nie ein Problem darin gesehen, aber spüre ich doch jedes Jahr wenn die Zeit wieder anfängt, wie viel lust ich dann auf einmal bekomme um richtig feiern zu gehen. Ich war damals ein ziemlicher Karnevallsfreak, wenn ich das mal so sagen darf, und vermisse es teilweise dann mit den Freunden los zu ziehen und spaß zu haben und zu trinken.
Ich mache mir sehr viele gedanken darüber. Das betreute Wohnenn hält mich stark, nicht schwach zu werden, aber wie wird es aussehen, wenn ich nicht mehr diesen Rahmen habe.
Letzte Jahr musste ich am Heumarkt an der riesiegen Menschenmasse vorbei und ich habe mich überhaupt nicht wohl gefühlt, als ich da war. Viele leute in meinem Alter standen da, haben gesungen und getanzt und getrunken. Ich habe richtig lust bekommen auch was zu trinken. Alte Erinnerrungen kamen hoch und die lust auf Alkohol. Noch habe ich den Rahmen als schutz der mich stark hält, aber wie wird es nächstes Jahr aussehen, wenn ich keinen Rahmen mehr habe???
Wenn ich mit Freunden unterwegs bin die auch nichts trinken, fühl ich mich wohl und kann auch meine spaß haben und den Abend auch richtig genießen. Bin auch froh das es ohne Alkohol geht. Vorallem ist das ein ganz anderes gefühl, weil ich dann viel mehr mitbekomme und mich auch selber erleben kann. Was im Rausch überhaubt nicht mehr möglich ist. Der Alkohol gab mir damals das Gefühl der Zugehörigkeit und machte Hemmungslos und kontaktfreudiger.Man ist auch offener.
Ich frage mich dann oft, wie treffe ich die richtige Entscheidung? Kann man den Genuß von Alkohol irgendwann wirklich kontrollieren?
Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht richtig vorstellen, dass das funktioniert.
Manchmal bin ich richtig überzeugt davon, dass ich mit Alkohol umgehen kann. Aber wenn ich immer mitkriege, wie viele nach dem Ersten Alkoholkonsum Kippen, Stelle ich meine Überzeugung wieder in Frage.

Ich will mich nicht überschätzen und naiv mit dem Thema umgehen.
Deswegen finde ich es ganz gut, das man sich hier im Netz damit austauschen kann.
Ich würde mich freuen, wenn sich mehr Leute über das Thema austauschen und aus Ihrer Erfahrung erzählen würden. So kann jeder sich ein Stück mit nach Hause nehmen und sich gedanken drüber machen.Und man kann aus anderen Erfahrungen lernen.

LG Gruß

Silke

Das mit dem Netzwerk ist eine Gute Idee!!!
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Jörg
Site Admin


Anmeldungsdatum: 16.12.2005
Beiträge: 103
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

erstmal zu deinen Fragen Markus:

Zitat:
@Jörg

Ich habe da noch ein paar Fragen an Dich, dass hilft mir ein Bild über dieses Thema zuerstellen, weil ich seit geraumer Zeit hin und wieder mich damit beschäftige:

Nicht viel und wenn es das gibt in einem normalen Maß
Was heißt das in Mengen ?
Warst du schon mal wieder betrunken?


Zum Thema wieviel in Mengen ist es völlig unterschiedlich. Zur Zeit ist es sehr wenig, hab im Winter nichtsoviel lust was zu trinken. In Mengen sieht das so aus das ich manchmal 1-3 Wochen keinen TRopfen Alkohol trinke dann mal ein Glas Wein oder 2, dann wieder lange nichts. Im Sommer habe ich mehr getrunken. War da öfters mal auf Sharks Island eine Caipi trinken. Da ist es schon vorgekommen das ich 2-3 mal pro Woche was getrunken habe. Ich rede hier jetzt aber immer von kleinen Mengen, also nicht betrunken sein. Manchmal bin ich aber auch betrunken. Das kommt manchmal einmal im Monat vor, dann hab ich wiedre Zeiten wo ich 3 Monate nicht wirklich besoffen war. Auch war ich seid ich wieder trinke noch nie so betrunken das ich hätte kotzen müssen.

Zitat:
Wie biste mit dem Rausch zurecht gekommen?


Ganz gut Wink *scherz* ne als ich das allererste mal wieder was getrunken habe war es komisch etwas "stimmungsveränderndes" zu spüren. War eher strange und ungewohnt. Hat sich beim zweiten mal allerdings gelegt. Da hab ich dann ein Bier getrunken und war davon schon ziemlich betrunken. Aber auch lustig betrunken. Ohne depressionen etc.

Zitat:
Wie hast du den Konsum kontrolliert?


Am Anfang hab ich mir gesagt maximal 3 mal pro Woche und davon höchstens einmal spürbar. Es war auch nicht schwierig für mich das einzuhalten. Also meine Gedanken haben sich nicht permanent um den Alkohol gedreht. Vielmehr hat ich schon Anfangs der Woche einen groben PLan gemacht in dem ich mir überlegt habe wo es Gelegenheiten geben könnte bei denen ich eventuell was trinken will (aber auch nicht immer gemacht habe). Eigentlich ist das aber blödsinn hab ich irgendwann festgestellt und eher ein Kontrollmechanismus für mein schlechtes Gewissen gewesen das ich anfangs hatte. Die Sucht kann man denk ich nicht kontrollieren, sie zeichnet sich aber dadurch aus das man es versucht. Inzwischen hab ich auch kein Kontrollbedürfniss mehr. Das ist für mich eigentlich das sicherste Zeichen das da bei mir nichts falsch läuft. Ich trinke wenn ich was trinken will und trinke nicht wenn ich nicht trinken will ohne mir darüber Gedanken zu machen. Und unter Schnitt ist es für mich nicht zu viel.

@Silke

Erstmal Herzlich Willkommen im Forum.
Ich möchte hier keine Ratschläge geben was du tun oder lassen sollst. Mach dir selbst ein Bild und entscheide für dich selbst. Zum Thema Karneval kann ich nur sagen das ich aus Bayern komme und Karneval eigentlich eh nicht abkann. Ich hab mir dann mal gedacht ok die sind alle besoffen, vielleicht kannste dem ja was abgewinnen wenn du dich auch verkleidest und dich betrinkst.....Resultat: Ich fands genauso Scheiße. Was ich damit sagen will ist das man sich immer daran erinnern sollte das Alkohol aus was schlechtem nix gutes machen kann. Sicherlich hilft mir manchmal der Alkohol etwas lustiger zu werden. Aber wenn ich schlecht drauf bin bin ich es mit oder ohne Alkohol.

LG
Jörg
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fifi
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Anmeldungsdatum: 22.12.2005
Beiträge: 25
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 11.01.2006, 20:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Jörg!

Freu mich, dass du so offen darüber schreibst. Man merkt, dass du dir Gedanken machst und dir nach wie vor deine Entscheidung ganz klar ist, dass du weiterhin clean sein möchtest und Alkohol keine Ersatzdroge werden soll.

Ich glaube auch, dass jeder von uns mal an diesen Punkt kommt, einfach deshalb, weil der Bekanntenkreis eines jeden Ex-Users irgendwann aus dem engen Kreis der User wieder rausgeht und man mit Alkoholkonsum ständig konfrontiert ist - sei es bei der Arbeit, bei Freunden, neuen Partnern, usw.
Und ich denke, solange man bewusst hat, was man will und was nicht, und sich dem entsprechend ab und zu mal auf die Finger schaut, ist das nach längerer Abstinenzzeit auch kein unüberschaubares Risiko mehr.

Jedenfalls nicht größer, als wenn man seine "besten Freunde" aus der Junkzeit wieder mal besucht...

Es kann dir nichts passieren, solange du bei dir selbst bleibst.

(Amen!) (hihihi)

_________________
Weltfrieden und so..
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Jörg
Site Admin


Anmeldungsdatum: 16.12.2005
Beiträge: 103
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 11.01.2006, 23:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Fifi,

danke für deinen netten Beitrag. Vor allem diesen Satz fand ich sehr schön :

Zitat:
Es kann dir nichts passieren, solange du bei dir selbst bleibst.


Das ist etwas was ich im Laufe meiner Therapiezeit erst lernen musste. Ich selbst zu sein und vor allem das was ich da bin gut zu finden. Ich denke wir alle kennen das noch sich zu verstellen, Masken aufzusetzen, etwas anderes darstellen was besser, größer, toller ist oder sein sollte...und damit meist das Gegenteil von dem erreicht hat was wir eigentlich wollten....

Hat sonst eigentlich niemand was zu diesem Thema zu sagen ? Würde mich wundern....
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Der Weg ist das Ziel
Forumsfrischling


Anmeldungsdatum: 26.02.2006
Beiträge: 4
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 26.02.2006, 21:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leute,

interessant dieses Thema und ich hatte in den letzten Tagen noch ein Gespräch mit einem Freund über dieses Thema. Sicherlich ist es für uns Ex-user ein heikles Thema, doch ich denke es gibt keine Patentlösung dazu. Ich kann sagen das es den sicheren Weg gibt und das würde heißen auf Alkohol zu verzichten. Doch es gibt auch den wagen Weg sich und seine Sucht auf die Probe zu stellen. Sicherlich nicht die beste Alternative.
Ich für meinen Teil habe mich für den Versuch mit Alkohol entschieden und bis jetzt keine Probleme dadurch bekommen. Trotzdem muss ich hier eindringlich darauf hinweisen dass dieser Schritt gut durchdacht und überlegt sein sollte. Es gibt nämlich keine Garantie das es auf dauer gut geht.

@ Silke
zu deinem bedenken kann ich dir nur sagen das du sicherlich auch feiern gehen kannst auch ohne Alkohol. Dabei solltest du dich nur nicht überfordern. Wenn dir eine Situation zu viel wird solltest du dich dieser entziehen. Es gibt bestimmt in deinem Umfeld Menschen die auch keinen Alkohol konsumieren und vielleicht haben sie ja ähnliche bedenken und wollen trotzdem feiern. Schließt euch doch zusammen und geht gemeinsam aus. In dieser Gruppe kannst du dich genauso sicher fühlen wie im betreuten Wohnen.
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