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Schwierig,altes und neues Leben zusammen bringen.

 
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silkos
Forumsfrischling


Anmeldungsdatum: 18.12.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 08.05.2008, 18:46    Titel: Schwierig,altes und neues Leben zusammen bringen. Antworten mit Zitat

Hallo zusammen.Bin grad an so nem Punkt, wo ich selber nicht genau weiß, was los ist.Also, ich bin seit über Jahren clean und will es natürlich auch weiter bleiben.Die letzten Jahre nach der Therapie habe ich mich weniger mit Drogen, etc. beschäftigt, viel mehr haben mich Depressionen, Angstzustände, Reizdarm etc. beschäftigt.Aufgrund dieser Sachen wohne ich jetzt auch seit einer Woche bei einer Gastfamilie.Weil ich hald auch zu meiner Familie keinen Kontakt habe, die Ausbildung wegen Krankheit abbrechen musste und hier keine Leute so sehr kenne.
Aber jetzt grad fühl ich mich sehr unwohl hier, obwohls im Großen und Ganzen echt schön ist.
Heute Mittag war etwas, was sich eigendlich echt billig anhört, aber mich trotzdem beschäftigt.
Also ich bin schon länger mit jeglichen Suchtmitteln echt vorsichtig, keine Zigaretten, kein Alkohol.Auch nicht im Essen. Mir ist aufgefallen, dass die hier oft mit Alkohol kochen.Heute Mittag wollt ichs gar nicht essen, habs aber trotzdem, fände es unhöflich abzulehen.
Jetzt denkt natürlich jeder, ich könnt einfach sagen, sie sollen das Zeug das mir weglassen, aber so einfach ists gar nicht.Es kocht oft jemand anderes hier und da vergißt einer mal schnell, was ich im Essen haben will und was nicht, da es wegen meinem Reizdarm ja schon kompliziert ist für mich zu kochen.
Außerdem weiß hier nur eine von meiner Vorgeschichte, der Rest der Familie nicht.Und ich weiß genau, wenn ich irgendwas ablehne, z.B.eben das Essen, bekomme ich Fragen gestellt, warum und so.Da hab ich gemerkt, dass es mir hier echt peinlich ist von früher zu erzählen.Ich kanns einfach nicht.Es ist echt so, dass ich mitlerweile überhaupt nicht mehr wirke, wie jemand, der mal drogensüchtig war.Die würden wahrscheinlich nen halben Schock bekommen, würd ichs erzählen.Und irgendwie krig ichs hier einfach nicht über die Lippen, hab das Gefühl, dieses Thema würde hier in diesem Haus überhaupt nicht reinpassen.

Als ich dann heute mit dem Fahhrad durch die Stadt gefahren bin, hab ich mir die Leute genau angesehen.Früher kannte ich mal Leute aus dieser Stadt, die drauf waren. Hätte mich so gefreut, die zu treffen um mit ihnen zu reden, weil ich in dem Moment das Gefühl hatte, sie wären die einzigsten, die mich verstehen.
Normalerweise ist das bei mir nicht mehr so, also da stimmt schon was echt nicht mit mir, wenn ich in der Stadt nach Süchtigen ausschau halte.
Mir gefälltes zwar total hier, aber was zwei Themen betrifft 1. Krankheit Reizdarm und 2.Thema Sucht, da fühl ich mich hier total fehl am Platz und missverstanden. Und hab grad keinen Plan wie ich das behebn soll.

Vermiss das grad schon, mich mit jemandem aus zu tauschen, der in so ner ähnlichen Situation ist.
Wenn ich ne Sucht-Selbsthilfegruppe besuchen würde, da wären mir ehrlich gesagt zu viel , die grad erst frisch aufgehört haben.Und zu Leuten, die ähnlich lang clean sind wie ich, hab ich gar keinen Kontakt mehr.
Letztens hab ich zwar mal jemand besucht, mit dem ich damals auf Therapie war und ihn lange nicht gesehen habe. Aber es war wohl nicht so , wie ich mir das vorgestellt habe. Es war einfach nur ein fremdes Gefühl.
Naja, vielleicht ist ja hier mal jemand dabei.
Ciao
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Ulf
Forumsfrischling


Anmeldungsdatum: 18.02.2008
Beiträge: 3
Wohnort: herbstein

BeitragVerfasst am: 13.05.2008, 18:21    Titel: Antworten mit Zitat

Nun du scheinst auf den besten Weg zu sein Dich aufzugeben.Deine Alarmglocken klingeln ja schon.
Nun es gibt keinen vorgefertigten Plan des Clean seins. Bei jedem ist der Weg anders.
Doch eins bleibt immer gleich,man muß verstehen und akzeptieren das man Süchtig ist.
Ein sehr langer und schmerzvoller Weg,den ich nur zu gut kenne!
Immer wieder tauchen Scheinfallen auf lenken von einem ab,körperlich ist man sowie so nicht fit und scheinen allen Grund des Übels zu sein.
Doch glaube mir den Kampf kann man gewinnen.
Es ist kein absoluter Sieg den man erringt,sondern immer ein Stück näher an der eigentlichen Wahrheit.
Wer bin ich ? wohin gehe ich ?
Auch wenn das swehr abgehoben sich anhört,und Dir auch nicht gerade Mut zu spricht-schätze ich dich als eine Kämpferin ein.
Mach dich nicht klein,zeig dem Leben wer bestimmt.
Gruß Ulf
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