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silkos
Forumsfrischling


Anmeldungsdatum: 18.12.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 18.12.2007, 20:16    Titel: Bin neu hier Antworten mit Zitat

Hallo zusammen. Ich bin das erste mal hier im Forum. Eigendlich , weil ich gerade ziemlich verzweifelt bin.
Erstmal, wie man es an meinem Benutzernamen nicht erkennen kann, bin ich weiblich. Ich bin 24 Jahre und wohne in der Umgebung Stuttgart. Eigendlich komme ich vom Bodensee, wohne jetzt hier seit ich in dieser Gegend eine Drogentherapie gemacht habe. Ich bin jetzt bald 4 Jahre clean. Davor war ich hauptsächlich auf Heroin, Methadon und Benzos.
Mein größtes Problem ist mitlerweile aber nicht mehr die Sucht, sondern, dass ich milerweile ziemlich krank bin. Seit ich clean bin wurde es immer schlimmer mit Angst-Panikattacken, chronischen Schmerzen und dem Reizdarmsyndrom. Anscheinend ist das so ne Art Postraumatischer Belastungsstörung. Von Reizdarm zhaben die meisten vielleicht noch nichts gehört. Jedenfalls nimmt diese Krankheit einem erhebliche Lebensqualität, ist teils psychosomatisch, aber auch erblich bedingt und kann noch nicht richtig behandelt werden. Die forschen da grad noch dran.
Jedenfalls habe ich damals noch in der Nachsorge eine Ausbildung zur Modedesignerin begonnen. Mitlerweile bestimmt aber die Krankheit meinen Alltag, die Ausbildung musste ich abbrechen. Ich war in viieler psychosomatischer Behandlung. Leider hat sich an meinem Zustand nicht so viel verändert und mir kann auch kein Arzt sagen, ob das irgendwann weg geht.
Mein Traum war es eigendlich, nach der Therapie ein recht "normales"Leben zu führen. Aber durch die Krankheit werde ich immer einsamer, weil ich kaum noch Menschen um mich ertrage.
Zu allen Leuten aus der damaligen Drogentherapie hab ich keinen Kontakt mehr. Entweder, weil sie rückfällig waren, wegen meiner Krankheit, weil mich damit keiner so recht verstanden hat oder wir haben uns blöd gesagt einfach auseinander gelebt. Jeder hatte schließlich ne andere Vorstellung von seiner Zukunft.
Ich weiß echt nicht wie das weitergehen soll. Wieder Drogen zu nehmen wär für mich ja echt die letzte Option. Aber es wird immer schwieriger noch irgendeinen Sinn darin zu finden, wie es jetzt grad bei mir läuft. Ich lebe mitlerwile ja so was von gesund. Keine Drogen, kein Alkohol, keine Zigaretten und nur gesunde Ernährung. Aber wegen meiner Krankheiten fühle ich mich trotzdem tagtäglich wie ein Frack und hab seit Jahren keine schmerzfreie Minute (außer, wenn ich schlafe).
Ich habe ja eigendlich die Einstellung, nicht zu jammern, sondern zu machen, aber es fällt mir immer schwerer.
Mitlerwile gehe ich schon lange nicht mehr in eine Selbsthilfegruppe für ehemalige Drogenabhängige, sondern habe selbst ne Gruppe für Leute mit Reizdarmsyndram in Stuttgart gegründet.
Aber trotz aller Bemühungen fühle ich mich immer einsamer und mißverstanddener. Leider gibt es für Reizdarmpatienten keine spezielle Einrichtung wie es sie für Suchtkranke gibt. So ne WG, für RDS - Patienten wär was cooles, aber so was gibtes nicht und ich kenne auch keinen, der da mitmachen würde.
Mitlerweile bin ich frei von Drogen, dafür bestimmt die Krankheit mein Leben 8und ich weiß nicht wie lange ich das noch mitmache.
Sorry, dass ich jetzt so viel negatives berichtet habe. Natürlich gibts in meiner Clean-Zeit auch wunderbar tolle Dinge, die ich nicht missen möchte. Ich steh einfach ziemlich alleine mit allem da, hab keine Familie oder so, die zu mir hält. Es wird immer anstrengender, den Tag mit meinen Symptomen irgendwie zu organisieren.
Ich würde mich freuen, wenn mir irgendjemand antwortet.
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Cookandchill
Forumskoch


Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 4
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 20.12.2007, 01:19    Titel: Antworten mit Zitat

Mensch das hört sich echt nicht so gut an !!!
Ich kann mir gut vorstellen wie sich diese Krankheitsspirale immer weiter dreht, zumal Du ja auch anscheinend kaum Menschen um Dich rum erträgst! Wenn ich Dich da richtig verstanden habe !?
Du solltes aber trotz Deines Befindens weiter Kontakt suchen, denn was könnte eine andere Option sein. Du brauchst Menschen! Die braucht doch jeder von uns, ob krank oder nicht. Evtl. solltest Du Kontakt zu einem Psychologen suchen um ersteinmal an der Stärkung Deiner Seele zu arbeiten. Und gleichzeitig alle Kontakte pflegen und mobilisieren die Du hast! Ich weiß gerade wenn man sich nicht wohl fühlt in seiner Haut ist das doppel schwer, aber es gibt keine Alternativen . Und Mentale Stärke wirkt sich immer sehr positiv auf den Körper aus.
Ich wünsche Dir das Du Deine Stärke findest und vieleicht ein schönes Weinachten erlebst und Du so neue Energie schöpfst!!!!!
Liebe Grüße und nur Die besten Wünsche
....
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Ulf
Forumsfrischling


Anmeldungsdatum: 18.02.2008
Beiträge: 3
Wohnort: herbstein

BeitragVerfasst am: 20.02.2008, 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silkos !
Steck nur den Kopf nicht in den Sand.Ich weiß das das als unbeteiltigter immer Leicht gesagt ist.
Doch aus Erfahrung weiß ich das selbst der beschissende Feeling,einen hoch folgt.
Ich selbst hab diese chronischen Schmerzen mit meiner Leber erlebt.Hepatitis C.Nach einen brutalen Jahr mit Interfreronbehandlung war ich nurnoch ein Häufchen Elend.
Bleibende Schäden durch den Drogenkonsum schlepp ich nun mit mir rum.
Depressionen ,Schlafstörungen etc.
Nun was bleibt übrig ! Der alltagliche Kampf mit der Normalität !
Mit 43 Jahren gehöre ich wohl schon zum alten Eisen.Seit 6 Jahren clean hadere ich trotzdem immer mal mit mainem Schicksal.
Ein patentrezept habe ich auch nicht für Dich.
Doch ich glaube das Du ein starker Mensch bist !
Hol dir Hilfe ,sei Dir es Dir wert !
Ich meine es ist schon eine beachtliche Leistung eine Selbsthilfegruppe ins Leben zu rufen ! Hut ab !
Du wirst es auch schaffen dir ein gesundes stabiles Umfeld zu organisieren.In einer Umgebung die Dir gut tut.
Das wünsche ich Dir .
Gruß Ulf
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